Ermittlung des Unternehmenswertes: Einflussfaktoren

In Teil 4 unserer Themenreihe zur Unternehmens-Nachfolge, widmen wir uns ganz den verschiedenen Einflüssen, denen der Unternehmenswert unterliegt...

Ungeachtet der Rechtsverhältnisse (Inhabereigenschaft, Beteiligung, etc.) ist es nicht unerheblich, zeitig einmal nach links und nach rechts zu schauen, welche weiteren Einflussfaktoren bei der Unternehmensbewertung eine (mitunter entscheidende) Rolle spielen können.

Im Kernpunkt der Betrachtung steht hoffentlich meistens der Blick in die Familie, aus der sich ein potenzieller Nachfolger herausgebildet hat. Ist dies der Fall, stehen neben den üblich anzuwendenden Übergabeformalien noch die intern zu regelnden erbrechtlichen Themenstellungen meistens begleitend mit an. Dies schon im Regelfall altersbedingt, da oftmals auch zu diesem Zeitpunkt die abgebenden Unternehmer mit diesen Fragestellungen konfrontiert werden.

Kristallisiert sich aus der Familie kein Nachfolger heraus, so ist frühzeitig Ausschau nach einem externen Erwerber zu halten; diese können gesucht und gefunden werden aus folgenden Kreisen:

Entscheidend in diesen Klärungsfragen zur geeigneten Persönlichkeit, geht es nach unserer Erfahrung nach wie vor stets um ein frühzeitiges Handeln, da sämtliche Beteiligten sich erst mit den Sachfragen auseinander setzen müssen, um, mindestens ebenso wichtig, sich um den Auf- und Ausbau der fachlichen und sozialen Kompetenzen zu kümmern.

Nicht die beste Friseurin oder der beste Friseur sind auch die geeignetsten Nachfolger, sondern diejenigen, die die beste Ausgewogenheit zwischen den fachlichen und sozialen Führungseigenschaften in sich vereinen.Weitere, wesentliche Einflussfaktoren stellen darüber hinaus die Attraktivitätsmerkmale von Unternehmen dar.

Was macht denn ein Unternehmen attraktiv und was nicht?

Postive Einflussfaktoren:

Negative Einflussfaktoren:

Weitere wichtige positive Einflussfaktoren:

Zum Abschluss dieser Rubrik sollten wir noch kurz einen Blick auf qualitative Analysepunkte und Bewertungsfaktoren richten, die sich für einen potenziellen Erwerber zweifellos ebenfalls stellen (müssen). Insgesamt sehen wir es als unerlässlich an, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen, bevor eine endgültige Entscheidung über ein Investment erfolgen kann, z.B.:

Auch wenn man auf den ersten Blick zu denken vermag, dass gerade die „weichen“ Einflussfaktoren eine eher untergeordnete Rolle spielen könnten, so darf man sich nicht wundern, wenn gerade diese Stellschrauben häufig die Seele eines Betriebes darstellen. Potenzielle Übernehmer haben nicht zuletzt aufgrund Beurteilungshilfen von qualifizierten Beratern, aber auch von Finanzierungsgebern ein stärkeres Augenmerk auf diese Faktoren, die dann mitunter den erwarteten Unternehmenswert nach unten drücken.

Vielfältigste Themenstellungen gilt es im Vorfeld zu klären, aber bis ein Übergabeprozess finalisiert werden kann, stellen sich weitere Aufgaben, denen wir uns dann im nächsten Artikel dieser Serie zuwenden, unter dem Themenkomplex „richtiges Vorgehen, mögliche Anlässe einer Bewertung sowie der Wahl des geeigneten Verfahrens“. Freuen Sie sich auf die Fortsetzung dieses aktuellen Themas.

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